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Nach dem Verkauf der British Midland, diversen Äußerungen in den Medien und einem eigenen 1,5 Milliarden Euro Einsparungsprogramm Score fragen sich viele, ob Lufthansa in Hinkunft zur Austrian Airlines-Gruppe mit AUA, Lauda Air und Tyrolean stehen wird.

Austrian Airlines unter den Fittichen des KranichsDie strategischen Aussichten sind für die Zukunft überaus positiv:

  1. Lufthansa hat Austrian Airlines mit einem Schuldenberg übernommen, aber vom österreichischen Staat zur Privatisierung der Fluglinie 500 Millionen Euro erhalten; dieser Lufthansa-Konzern wird      es sich nicht leisten, eine europäische Staatsführung nach so kurzer Zeit      zu brüskieren.
  2. Österreich ist ein wichtiger Quellmarkt für die      Lufthansa-Gruppe. Die Österreicher fliegen gerne mit Lufthansa (ab den      österreichschen Flughäfen und ab München) und diese Marktstärke rangiert      unter den 10 wichtigsten Quellmärkten des deutschen Luftfahrtkonzerns      (darunter natürlich Deutschland, USA, Japan).
  3. Lufthansa hat mit der AUA primär einen Markt      Osteuropa gekauft. Die Stärke und jahrelange Verbundenheit der Austrian      Airlines über ihren Hub Wien Richtung Osteuropa, Nahost und Zentralasien      bereichert den Lufthansa-Konzern enorm; wird sich die wirtschaftliche Lage      – wie angenommen wird – in den nächsten Jahren in diesen Ländern      verbessern, wird die Lufthansa-Gruppe mit AUA, Swiss und Brussels Airlines      zum stärksten Fluglinienkonzern in diesem Gebiet.
  4. Das Wachstum der Luftfahrtmobilität wird in      Europa während der kommenden Jahre kontinuierlich 4 Prozent betragen, sich      also in 20 Jahren fast verdoppeln. In den nächsten 15 Jahren werden rund      20 Flughäfen in Europa an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Dort wird kein      Ausbau der Infrastruktur möglich sein. Auch Frankfurt als Hauptdrehscheibe      hat bereits Grenzen erreicht. Die Drehscheibe Flughafen Wien mit der      Ausbaumöglichkeit einer dritten Piste ist für den Lufthansa-Konzern daher      enorm wichtig um in Hinkunft Kapazitätserweiterungen vornehmen zu können;      auch deswegen hat sich Lufthansa für den Kauf der AUA am Hub Wien      entschieden.
  5. Die Austrian Airlines-Gruppe hat trotz eines sehr      starken Wettbewerbs einen regionalen Marktanteil von rund 50 Prozent auf      ihrem Hub Wien. Sie hat auch als Qualitätsfluglinie einen sehr guten      Namen. Diese Marktstärke bereichert einen Luftfahrtkonzern als      Quellpotential enorm.
  6. Würde die Lufthansa die Austrian Airlines-Gruppe      reduzieren, wäre sofort der deutsche Hauptkonkurrent Air Berlin vor Ort in      Wien; einem Wettbewerber öffnet man nicht freiwillig eine Drehscheibe, die      man selbst dominiert.
  7. Wenn das Reformkonzept der Austrian Airlines mit      neuen Personalkosten für das fliegende Personal und den Gesamteinsparungen      von 220 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt sind, wird die österreichische      Fluglinie in den Gestehungskosten sogar besser als andere, günstige      Fluglinien des Lufthansa-Konzerns (z.B. Swiss) dastehen.
  8. Vorstandsvorsitzender Christoph Franz geht bei      Austrian von einer Stärkung der Ertragskraft und von einer positiven      Fortbestandsprognose aus.
  9. Der Lufthansa-Konzern ist bereit, einen Zuschuss      von 140 Millionen Euro dem AUA-Kapital zuzuführen. Würden Sie das tun,      wenn Sie zusperren möchten?
  10. Die Lufthansa entsendet einen international      anerkannten Verkaufsprofi als dritten Vorstand in die AUA-Chefetage. Wenn      Sie schließen möchten, warum dann noch investieren?