Beiträge

LFS 2014 in Wien

Wirtschaftsturbine Luftfahrt

Luftfahrt Symposium 2014 in Wien

Donnerstag, 18. September 2014

In den Räumlichkeiten der RZB in Wien fand traditionell das alljährliche Luftfahrt Symposium des Österreichischen Luftfahrtverbandes statt. In gewohnt prominenter Besetzung wurden unter dem Generalthema „Wirtschaftsturbine Luftfahrt“ aktuelle Entwicklungen im Bereich der Luftfahrt vorgestellt und diskutiert.

Nach den Begrüßungsworten durch Peter Koren (IV), Christian Domany (WKÖ), ÖLFV-Präsident Mario Rehulka und RZB-Hausherrn Karl Sevelda wurden die aktuellen Entwicklungen der Flugzeugproduzenten Airbus und Boeing vorgestellt. Pratt & Whitney ließ mit der Vorstellung der „Geared Turbofan Engine“ (GTE) aufhorchen, welche 16 % weniger Treibstoff verbrauchen und wesentlich leiser laufen als bestehende Triebwerke. Ab 2015 soll der neue Antrieb insbesondere für den A320neo eingesetzt werden. Im Anschluss lieferte Flughafen Wien Vorstand Günther Ofner einen Zwischenbericht zu den Entwicklungen der Vienna Airport City und verwies auf die weltweit wachsende Bedeutung des Non-Aviation Bereichs und die damit verbundenen Wachstumschancen hin.

Nach einem gesamtwirtschaftlichen Überblick durch Univ.-Prof. Bernhard Felderer, der insbesondere auf die Notwendigkeit der Schaffung von wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit Europas hinwies, eröffnete Austro Control-Sprecher Markus Pohanka das Panel zum Thema „Wird die Luftfahrt ernst genommen?“. Emmanuelle Maire (EU-Kommission), Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus, Elisabeth Landrichter (BMVIT), Monika Schuh (IV) sowie ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer und Wien Tourismus-Direktor Norbert Kettner diskutierten dabei über die Bedeutung der nationalen Zusammenarbeit im Luftfahrtsektor, aber auch die notwendige einheitliche Koordinierung auf europäischer Ebene. Europa müsse sich anstrengen, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Einigkeit herrschte jedenfalls über die hohe Bedeutung der österreichischen Luftfahrt aufgrund der starken internationalen Ausrichtung der österreichischen Wirtschaft und der damit verbundenen hohen Exportraten. Weiters hinsichtlich der internationalen Anbindung für den Tourismus und für die erfolgreiche Etablierung von Wien als Kongressstadt Nummer Eins.

Die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und die Einhaltung von fairen Wettbewerbsregeln auf internationaler Ebene seien dabei für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte Luftfahrt absolute Grundvoraussetzungen.
Zum Abschluss wurde in Rudolf Nagillers Club Talk das „Begrenzte Luftfahrt-Wachstum in Europa“ diskutiert. Auch hier unterstrichen die Teilnehmer, Sektionsleiterin des BMVIT Ursula Zechner, Austro Control-Chef Heinz Sommerbauer, Flughafen-CFO Günther Ofner und Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak die Bedeutung der nationalen und europäischen Strategien für die Luftfahrt. Der Abbau von bürokratischen Hürden, die Beschleunigung von Verfahren und ein Abbau der Überregulierung seien zwingende Voraussetzungen, um als Standort kompetitiv zu bleiben. Nur so sei ein nachhaltiges Wachstum des österreichischen und europäischen Luftfahrtsektors möglich.

Präsident Rehulka wies in seinen Schlussworten darauf hin, dass die Privatisierung der europäischen Luftfahrt nahezu abgeschlossen sei. Die Luftfahrt brauche daher keine finanziellen Staatshilfen sondern die Schaffung von erträglichen Rahmenbedingungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Kontinenten. Eine stärkere Einbeziehung einer Luftfahrt-Strategie in die Politik der EU wäre wünschenswert.

004. Foto Titel Pratt  Whitney engine_630px FotoFlughafen – Wien, 19. September 2014
Rückfragehinweis:
Österr. Luftfahrtverband
Mario Rehulka
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!