Austrian Airlines  Der hohe Treibstoffpreis und eine Nachfrageschwäche im ersten Quartal waren die Hauptursachen für die angespannte Ergebnissituation des Vorjahres. So drehte das EBIT von plus 74,4 Mio. Euro auf minus 100,0 Mio. Euro. Insgesamt musste die heimische Fluglinie einen Jahresverlust von 129,1 Mio. Euro ausweisen. Einer der Hauptfaktoren dieser Entwicklung waren die, 2005 entgegen der Prognosen weiter gestiegenen Ölpreise, die der Airline Mehrkosten von 144,5 Mio. Euro bescherten. Nach 398 U.S. Dollar pro Tonne im Jahr 2004 lag der durchschnittliche Kerosinpreis 2005 bei 562 Dollar/Tonne. Im 3. Quartal wurde sogar ein Rekordniveau von 700 Dollar/Tonne erreicht. Die Auslastungsschwäche im 1. Quartal bewirkte zusätzlich signifikante Ertragsausfälle. Trotzdem konnte das Unternehmen die Bilanzstruktur verbessern. So wurde die Nettoverschuldung von 1.244,5 Mio. auf 1.053,1 Mio. Euro weiter reduziert. Nicht zuletzt auf Grund dieser Ergebnisse hält die Airline an einem restriktiven Investitionsprogramm fest. Mit Ausnahme von fünf bereits im Jahr 2004 preiswert erworbenen Fokker 100 wurden im Vorjahr ausschließlich Flugzeuge neu in die Flotte aufgenommen, deren Auslieferung bereits durch lange zurückliegende Bestellungen fixiert war. Konkret waren dies drei Airbus A319, zwei Dash 8-400Q sowie zwei Boeing 737-800. Fortgesetzt wird auch die strategische Flottenbereinigung. Die Typenvielfalt konnte bereits von ursprünglich zwölf Flottenfamilien mit 22 Typen auf acht Flottenfamilien mit 15 Typen reduziert werden. Mit dem Verkauf der letzten beiden MD83 konnte die Harmonisierung im Bereich der Kurz- und Mittelstreckenfamilie abgeschlossen werden. Mit dem Verkauf von zwei Großraumflugzeugen des Typs A340-200 setzt die AUA im Langstreckenbereich einen wichtigen Schritt. Beide Flugzeuge werden noch dieses Jahr abgegeben. Als Ersatz wurde im September eine Boeing 777-200ER bestellt, die Ende des Jahres in die bestehende Triple Seven-Flotte integriert werden soll. Für 2006 erwartet das Management ein ausgeglichenes Ergebnis. Gleichzeitig konnte die AUA ein Rekordverkehrsergebnis vermelden. Trotz einem nachfrage-schwachen 1. Quartal verzeichnete die Fluglinie ab Mai Spitzenauslastungen, was zu einem Beförderungsrekord von 10,1 Millionen Fluggästen im Gesamtjahr führte.