Immer mehr entwickelt sich der Flughafen Domodedova als bevorzugtes Tor zu Moskau. Der in Privatbesitz befindliche Flughafen konnte in den letzten Jahren seine Marktposition massiv ausbauen. Für Austrian und Niki ist Domodedovo bereits erste Wahl in Russland’s Hauptstadt. Das FLUG MAGAZIN traf Business Development Manager Daniel Burkard zu einem Gespräch.

Niki landet, wie in der Zwischenzeit auch die AUA, auf dem Domodedovo International Airport. Wie Business Development Manager Daniel Burkard im Gespräch mit dem FLUG MAGAZIN hervorhebt, handelt es sich dabei um den einzigen privaten Flughafen Russlands. Entsprechend ambitioniert präsentiert sich das Managementteam. Und die Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Dank einer kompromisslosen Kundenorientierung konnte der im Eigentum der russischen Eastline Gruppe stehende Airport in den letzten Jahren zahlreiche namhafte Airlinekunden gewinnen.

So landen bereits 25 ausländische Airlines in Domodedovo. Darunter befindet sich mit British Airways, Swiss, Singapore Airlines, Thai, Emirates und Qatar Airways das Who-isWho der internationalen Airlinebranche. Darüber hinaus fliegen 34 russische und 16 GIÙS-Carrier den Airport an. „Größter Kunde“, präzisiert Burkard, „ist die Fluglinie Sibir/S7.“ Der Airport konnte in den letzten Jahren nicht zuletzt dank ambitionierter Ausbauprojekte massiv Marktanteile gewinnen. So ist es Domodedovo bereits 2005 gelungen, den Moskauer Mitbewerber und Aeroflot-Heimatflughafen Sheremetjovo zu überrunden. Zählte das Aufkommen im Jahr 2001 noch bescheidene 3,9 Millionen Passagiere, so waren es im Vorjahr bereits 15,3 Millionen. Allein Domodedovo verfügt über einen Marktanteil von 46 Prozent am gesamten Moskauer Luftverkehrsmarkt. Die übrigen drei Flughäfen der russischen Hauptstadt teilen sich die restlichen 54 Prozent. Was aber ist das Erfolgsgeheimnis des Domodedovo International Airport? Manager Burkard zählt eine permanente Modernisierung der Infrastruktur ebenso dazu wie die effektive Bahnanbindung an die Moskauer Innenstadt. Der Wirtschaftsboom hat der Hauptstadt auch ein veritables Verkehrsproblem beschert. Chronisch verstopfte Autobahnen machen eine Anreise über die Autobahnen zu einem unberechenbaren Abenteuertrip.

Domodedovo verfügt als einziger Moskauer Flughafen über eine effektive Bahnanbindung. In den Spitzenzeiten verkehrt der von der Eastline-Gruppe mitfinanzierte Expresszug halbstündlich, ansonsten stündlich. An der Endstation im Moskauer Bahnhof Paveletsky stehen überdies Check-in Schalter zur Verfügung. In nur 40 Minuten erreicht der Airexpress den Flughafen. Bereits ein Viertel aller Passagiere benützt bereits die bequeme Zugverbindung. Ein Ticket kostet umgerechnet rund drei Euro. Aber auch am Flughafen selbst hat die Eastline-Gruppe viel Geld in die Hand genommen um die Infrastruktur dem Bedarf anzupassen. So wurde erst kürzlich der neugestaltete Passagierbereich des Terminals 1 nach einer Umbauzeit von weniger als zwei Jahren wiedereröffnet. In der großzügigen Halle, die sich über zwei Ebenen erstreckt, befinden sich jetzt sechs Check-in Inseln mit insgesamt 122 Schaltern. Airportmanager Daniel Burkard gibt sich überzeugt, dass Domodedovo auch in den nächsten Jahren rascher wachsen wird als seine übrigen Moskauer Mitbewerber.

(Ausgabe 05/2007)