Eine Studie unterstreicht die große Bedeutung des Wiener Flughafens für die gesamte Ostregion. Nicht nur, dass der Flughafen zahlreichen Mitarbeitern ein sicherer Arbeitsplatz ist, wird eine Wertschöpfung von beinahe fünf Milliarden Euro generiert.

Der Vergleich mit einer Studie aus dem Jahr 2000 verdeutlicht die hohe Wachstumsdynamik des Standortes. Während beispielsweise die Beschäftigungsrate in Österreich im Schnitt nur um 0,5 Prozent pro Jahr zunahm, betrugen die jährlichen Zuwachsraten am Standort Flughafen plus 5 Prozent. Pro einer Million Passagiere werden rund 1.000 Arbeitsplätze am Flughafen neu geschaffen. Alleine die Flughafen Wien Gruppe beschäftigt rund 3.800 Mitarbeiter. Am Standort arbeiten insgesamt 16.000 Menschen in 230 Unternehmen und erwirtschaften einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Mit diesen 16.000 Beschäftigten ist der Standort Flughafen Wien der größte Arbeitgeber in Ostösterreich. Dazu kommen noch einmal 52.500 Jobs und ein Umsatz von 6,3 Milliarden Euro in Österreich, die direkt mit dem Flughafen in Zusammenhang stehen. Zusammen erwirtschaften diese 68.500 Beschäftigten eine Wertschöpfung im Ausmaß von 4,8 Milliarden Euro. Das sind etwas über zwei Prozent der gesamten in Österreich generierten Bruttowertschöpfung. Jeder Euro Umsatz, der am Standort Flughafen erwirtschaftet wird, bewirkt 0,40 Euro Wertschöpfung am Standort und liefert einen Gesamtbeitrag von 1,6 Euro zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Darüber hinaus kann sich der Finanzminister über ein Steueraufkommen von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr freuen. Außerdem werden Importströme von etwa 1,7 Milliarden Euro ausgelöst. Die in der Periode 2000 bis 2009 getätigten Investitionen, unter anderem das Skylink-Terminal, führen zu einer Auslastung von fast 44.000 Beschäftigungsjahren. Der Vorstandsvorsitzende der Flughafen Wien AG, Mag. Herbert Kaufmann, sieht in der nun vorliegenden Studie die Bedeutung des Flughafens als Wirtschaftsmotor für die Region bestätigt.

FLUGHAFEN WÄCHST WEITER

Wien ist einer der bedeutendsten Transferknotenpunkte für den Ost-West Verkehr in Europa. Das vielfältige Angebot an Osteuropa-Destinationen unterstützt die Position Wiens als idealen Standort für Osteuropazentralen internationaler Konzerne. Der Anteil der Transferpassagiere am Gesamtpassagieraufkommen betrug im Jahr 2006 bereits 34 Prozent und liegt bei vielen Osteuropa-Flügen bei über 80 Prozent, was die Bedeutung der Drehscheibenfunktion für die Destinationsvielfalt des Flughafen Wien unterstreicht.

Eine positive Entwicklung, die sich auch im laufenden Jahr fortsetzt. In den ersten fünf Monaten verzeichneten die Regionen Osteuropa und Naher/Mittlerer Osten mit einem Plus von jeweils 19,6 Prozent wieder einmal die höchsten Zuwachsraten. In Summe stieg in diesem Zeitraum die Zahl der Passagiere um 8,9 Prozent, die der Transferpassagiere um 8,8 Prozent. Insgesamt wurden zwischen Jänner und Mai 2007 bereits 6,845.331 Passagiere gezählt. Der Flughafen ist damit auf bestem Wege, abermals ein Rekordergebnis zu erzielen.

(Christian Pöchhacker 07/2007)