Wenige Tage vor seinem Abschied präsentierte der scheidende Geschäftsführer Günther Auer im Hangar 7 des Salzburger Airports ein Rekordergebnis. Mit einem EBIT von 6,6 Millionen Euro verzeichnete das Unternehmen das beste Ergebnis seiner Geschichte.

3b Flughafen Salzburg mit Spitzenergebnis„Waren die vergangenen fünf Jahre von umfangreichen Investitionen gekennzeichnet, so erreicht der Flughafen jetzt wieder die Rentabilität der Neunziger Jahre“, resümiert Mag. Karl Heinz Bohl als verantwortlicher Manager das Ergebnis des vergangenen Jahres. Mit Investitionen in der Höhe von 85 Mio. Euro waren die Jahre 2000 bis 2005 die expansivsten der Unternehmensgeschichte. Damit übergibt Geschäftsführer Günther Auer nach 25 Jahren Vorsitz seinem Nachfolger Roland Hermann ein sehr gut aufgestelltes Unternehmen. Hermann war bisher für die Bereiche Verkehr und Marketing zuständig und ist maßgeblichen am Erfolg der letzten Jahre beteiligt. Mit seinem Credo „Qualität vor Quantität“ setzt er auf einen weiteren Ausbau einer Fünf-Säulen Strategie. Neben dem Netzwerkverkehr und den Bereichen Charter (Outgoing und Incoming) sind dies die Low Cost Airlines und der Non-Aviation Bereich. Letzterer gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wie Mag. Bohl betont, ist dieser Bereich bereits für mehr als ein Drittel der Erträge verantwortlich. Weitere Initiativen sind für das laufende Jahr geplant. Obwohl der designierte neue Geschäftsführer in der Zukunft Herausforderungen auf kleinere Airports zukommen sieht, geht er weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. So ist es dem Management kürzlich gelungen, eine Anbindung an das Drehkreuz Zürich zu schaffen.

LOW COST ALS WACHSTUMSTREIBER

Eine immer bedeutendere Rolle in Salzburg spielen die Low Cost Fluglinien. Immerhin war Salzburg 2001 die erste Destination einer Billigfluglinie (Ryanair) in Österreich. Und es sind auch Fluglinien wie Ryanair oder HLX/TUIfly die die Mozartstadt immer stärker in ihre Netzwerke einbinden. Mehr als die Hälfte der Passagiere kommen bereits von den Low Cost Airlines. Diese Passagiere bringen für die Salzburger Tourismuswirtschaft kräftige Impulse, betont denn auch Ing. Hermann in seinen Ausführungen. Eine Studie beziffert den gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Low Cost Carrier für das Bundesland Salzburg mit 141 Millionen Euro. 1.800 zusätzliche Arbeitsplätze konnten dadurch geschaffen werden. Einen wichtigen Anteil hatte die Low Cost Passagiere am überdurchschnittlichen Wachstum des Salzburger Tourismus. Mit einer Steigerung von 8,9 Prozent konnte das Bundesland doppelt so stark zulegen wie der Österreichdurchschnitt (4,9 %). Das Flughafenmanagement legt dabei großen Wert auf eine intensive Zusammenarbeit mit der lokalen Tourismuswirtschaft. Die in enger Kooperation durchgeführten Marketingkampagnen finden ihren Niederschlag in den Passagierzahlen, die auch im Vorjahr zweistellig auf 1,878.266 zulegen konnten. Mit 1,895.000 Passagieren zeigt sich das Management bei der Prognose für 2007 zurückhaltend. Zusätzliche Impulse werden im Jahr 2008 durch die Fußballeuropameisterschaft erwartet. Erfreulich für die Anrainer des stadtnahen Flughafens ist die rückläufige Zahl der Flugbewegungen. Eine Entwicklung, die auf den Einsatz von größeren Flugzeugen zurückzuführen ist. Mit dem neuen Geschäftsführer scheint die weitere positive Entwicklung des Flughafens der Mozartstadt vorprogrammiert.

(Christian Pöchhacker 07/2007)