ÖLFV Premium Partner | Frequentis

Das Wiener High-tech Unternehmen Frequentis steht für hochzuverlässige qualitative Kommunikations- und Informationslösungen im sicherheitskritischen Bereich. 1947 gegründet, ist Frequentis mittlerweile zu einer international tätigen Unternehmensgruppe mit Sitz in Wien / Österreich angewachsen.Die Erfolgsgeschichte von Frequentis liest sich dabei geradezu „wie aus dem Bilderbuch“. Scheinbar unberührt von der jeweiligen Wirtschaftslage hat sich das Unternehmen zum Marktführer auf mehreren hoch spezialisierten Nischenmärkten entwickelt.

Frquentis Bericht 21955 – Kommunikationsanlage für Wien-Schwechat

Mit seinem Kerngeschäft, der Flugsicherung, kam Frequentis bereits 1955 in Berührung, als in Österreich der Staatsvertrag unterzeichnet wurde und damit die Besatzungsmächte, die bis dahin auch für die Flugsicherung verantwortlich waren, abzogen. Innerhalb kürzester Zeit bauten Frequentis-Ingenieure im Hangar 2 in Wien-Schwechat Sprachkommunikations-Einrichtungen für das damalige „Bundesamt für Zivilluftfahrt“, dem Vorläufer der heutigen Austrocontrol: Ein Senderschrank für den Flugverkehr, zwei Pulte und ein paar Fernsprechleitungen – und der Flugverkehr konnte unter österreichischer Hoheit aufgenommen werden.

Der rasante Aufstieg zur Marktführerschaft im Sprachkommunikationsbereich begann in den frühen 1980er Jahren, nach der Übernahme durch Hannes Bardach, heute Vorstandsvorsitzender der Frequentis AG, dank gezielter Spezialisierung auf die High-tech Nische der Flugsicherung. In den 1990er Jahren setzt Frequentis entscheidende Impulse bei der Einführung volldigitaler Sprachvermittlungssystemen in der Flugsicherung. Mit der Installation des weltweit ersten großen Systems dieser Generation für die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol konnte die technologische Führungsrolle weiter ausgebaut werden.

Marktführer in der Sprachkommunikation für die Flugsicherung

Mit Innovationskraft und Technologieorientierung erkämpfte sich Frequentis in den Folgejahren eine Pole-Position am Weltmarkt – im Bereich von Sprachvermittlungssystemen für die Flugsicherung ist das Unternehmen seit Jahren unangefochten Weltmarktführer. Das wertvolle Know-how aus der Flugsicherung wurde Ende der 1990er Jahre / Anfang 2000 erfolgreich in andere Bereiche mit sicherheitskritischen Anwendungen portiert – heute arbeiten mehr als 300 internationale Kunden aus dem Bereich der Flugsicherungen (zivil und militärisch), von Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr, Rettung) sowie aus dem Bereich der Bahnen und der Schifffahrt mit Frequentis-Systemen. Aktuell steht speziell die Flugsicherung in Europa vor einer Reihe von Herausforderungen: Langfristig steigendes Luftverkehrsaufkommen und damit verbundene Kapazitätsengpässe zu Spitzenzeiten, hoher Kostendruck, die Umsetzung von Maßnahmen aus der Single European Sky-Initiative – all das macht einen umfassenden Austausch und ein Zusammenrücken von Flugsicherungsgesellschaften und Partnern aus der Industrie notwendiger denn je zuvor.

Ein solcher intensiver Austausch und die partnerschaftliche Zusammenarbeit sind seit jeher Erfolgsfaktoren von Frequentis. Als österreichischer Player am globalen Markt ist der Entwicklungsweg daher eng mit der österreichischen Flugsicherung Austrocontrol verbunden.

Technologiepartnerschaft in Rot-Weiß-Rot

Seit der Lieferung des ersten Sendeschrankes im Jahr 1955 hat sich dabei viel getan: Technologische Quantensprünge haben im Bereich der Flugsicherung zu massiven Steigerungen bei Sicherheit und Effizienz des Betriebes geführt. Innovationen wie das erste kontaktlose Durchschaltesystem 1965 sowie das erste dezentrale Sprachvermittlungssystem im Jahr 1980 waren Meilensteine in der technischen Entwicklung.

Die Neu-Ausstattung der Flugverkehrskontrollzentrale in der Wiener Schnirchgasse Ende der 1990er Jahre, die Vernetzung der Flugverkehrszentrale Wien mit den einzelnen Standorten und Funkaußenstellen in den Bundesländern, sowie die innovative Kommunikationslösung für den neuen Tower Wien-Schwechat, der Mitte Oktober 2005 in Betrieb ging, sind Meilensteine der intensiven Zusammenarbeit zwischen Austrocontrol und Frequentis. Aktuelle Projekte haben die Ausstattung der Tower Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg zum Inhalt. Auch im Bereich Safety besteht eine Zusammenarbeit.

Frquentis Bericht 3 kleiner„Safety is more“

Ein spezielles Merkmal der sicherheitskritischen Kultur bei Frequentis ist ein umfassendes Wissen zum Thema „Safety“. Es zeigt sich, dass Safety für Projekte und Unternehmen immer bedeutender wird. Herkömmliche Methoden reichen heute nicht mehr aus, um die Sicherheit von Systemen zu gewährleisten. Der Grund liegt darin, dass die Komplexität technischer Systeme ständig steigt und immer häufiger kritische Funktionalitäten mit Hilfe von Software realisiert werden. Zur langfristigen Sicherung des Safety-Know-hows in den Frequentis-Projekten erfolgt seit 2004 eine fachspezifische Safety-Ausbildung im Unternehmen. Seit 2009 wird diese in Kooperation mit der Fachhochschule FH Campus Wien durchgeführt – mit dem „Vienna Institute for Safety & Systems Engineering“ der FH Campus Wien besteht schon seit Jahren eine umfassende Zusammenarbeit.

Partner im europäischen SESAR-Projekt

Großartige strategische Zukunftschancen bieten sich für Frequentis durch die Mitarbeit beim EU-Projekt SESAR („Single European Sky ATM Research Programme"). Für dieses größte und ehrgeizigste Modernisierungsprogramm in der Geschichte der Luftfahrt wurden im Juni 2009 in Brüssel die Verträge unterzeichnet: In 16 Themenbereichen mit rund 300 Projekten werden in den nächsten acht Jahren die Grundpfeiler der Luftfahrt in Europa neu gesetzt und ein Wert von rund EUR 2 Milliarden geschaffen. Im Sommer 2010 befanden sich rund 80% dieses ehrgeizigen Programms bereits in der Umsetzung.

SESAR setzt dabei auf vier ehrgeizige, klar messbare Ziele, die bereits bis 2020 realisiert werden sollen:

- Der europäische Luftraum soll 2020 3x mehr Flugverkehr bewältigen können als heute.

- Die Sicherheit soll um den Faktor 10 erhöht werden.

- Die Umweltbelastung soll pro Flug um 10% reduziert werden.

- Die Kosten für Air Traffic Management insgesamt sollen um die Hälfte reduziert werden

 

Frquentis Bericht 3 kleinerFrequentis ist eines der 16 Mitglieder des SESAR Joint Undertaking, das das Programm federführend leitet und inhaltlich gestaltet. In 39 Projekten engagiert sich Frequentis dabei vor allem in den

Themen

- Communications

- Integrated Tower & Airport Systems

- Integrated Controller Working Position

Und

- System Wide Information Management.

Auch auf die Gestaltung der Overall ATM Architecture sowie in den transversalen Bereichen Safety und Security nimmt Frequentis Einfluss. Damit bekennt sich Frequentis zu einer Mitverantwortung für die europäische Luftfahrt, die Position von Frequentis als anerkanntem Mitglied der ATM Community wird nachhaltig unterstrichen.

Ehrgeizige Ziele auch in den USA

Als anerkannter Global Player engagiert sich Frequentis mit seiner 1999 gegründete US-amerikanischen Tochtergesellschaft auch bei der US-amerikanischen Initiative der FAA, dem NEXTGEN-Programm. NEXTGEN ist die Initiative der amerikanischen Flugsicherung zur Modernisierung des amerikanischen Flugverkehrs.

So zum Beispiel als Partner der IAI (Integrated Airport Initiative), einer amerikanischen Industriekooperation zur Demonstration von interoperablen neuen Flugverkehrsmanagement-Applikationen, mittels derer sich Frequentis aktiv bei NEXTGEN einbringt.

Die Mitarbeit sowohl bei SESAR als auch NEXTGEN sichert Frequentis auch für die kommenden Jahre eine führende Position am ATM-Weltmarkt, einerseits durch die Chance auf Mitgestaltung durch Frequentis Ingenieurskraft und Innovationsgeist, andererseits durch die nachhaltige Absicherung der Zukunftssicherheit der Frequentis-Systeme.

(Brigitte Gschiegl - Frequentis 08/2010)