ÖLFV Präsident Mario Rehulka tritt entschieden gegen die Luftverkehrsabgabe auf

 

 

Reine AbzockeUnter dem Vorwand der Ökologisierung hat die österreichische Bundesregierung ab 2011 eine sogenannte nationale Luftverkehrsabgabe eingeführt: zusätzlich zum Ticket für Kurz- 8 Euro, für Mittel- 20 Euro und für Langstreckenpassagiere 35 Euro. Sie erwartet sich Steuereinnahmen von 60 Millionen Euro im ersten Jahr.

„Das ist reine Abzocke“ meint der Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbandes, „denn die Steuern werden nicht für die Verbesserung der Umwelt, sondern nur zur Füllung der Staatssäckel verwendet. Der Fluggast aus Österreich wird diese Zusatzkosten selbst bezahlen müssen“. Rehulka: „Seit den Kuenringern haben sich die Belastungen mit Verkehrssteuern in Österreich nicht geändert“.

Die Airlines und Flughäfen in Österreich erwarten daher einen Passagierrückgang und einen Anstieg der Ticketpreise. Da ab 2012 der Luftverkehr in Europa ohnedies in den Handel mit Verschmutzungsrechten (CO2-Emissionshandel) einbezogen wird, werden sich Flugreisen erheblich verteuern. Auch die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den umliegenden Ländern Slowakei (Bratislava), Ungarn, Slowenien, Italien und der Schweiz wird verschlechtert, da Abflüge aus diesen Ländern keinesfalls einer Flugsteuer unterliegen; eine Abwanderung ist zu erwarten. Damit sind österreichische Fluglinien und Flughäfen drastisch benachteiligt.

 

(Ausgabe 01/2011)