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2010 wurden die bis dahin gesteckten Ergebnisziele erreicht, teilte das Unternehmen mit.

Der Betriebsverlust 2010 wurde kräftig reduziert: Im Jahr 2009 lag der operative Verlust noch bei 230,9 Millionen Euro, 2010 hat Austrian Airlines operativ 64,7 Millionen Euro verloren. Zur Sanierung ist noch einiges zu tun, erklärte das AUA-Management anlässlich der Bilanzpressekonferenz. In der am gleichen Tag vorgelegten Lufthansa-Konzernbilanz wird der AUA-Verlust nach Konsolidierungseffekten mit 66 Millionen Euro aus- gewiesen.

Die operativen Erlöse 2010 sind um 3,3% auf 2,15 Mrd. EUR (2009: 2,08 Mrd. EUR) gestiegen. Das Passagiergeschäft war 2010 von der Vulkanaschewolke im Frühjahr belastet, außerdem muss die AUA auf Geheiß der EU-Wettbewerbshüter (Beihilfeverfahren) die Kapazitäten noch konstant halten. Der Cash-FIow sei positiv. Im schwarzen Bereich war das Ergebnis vor Abschreibungen: Es wird für 2010 mit 170 Mio. EUR beziffert. Im von teuren Abschreibungen und Abwertungen geprägten Jahr 2009 war auch dieser Wert rot, bei minus 71,9 Mio. EUR. „Man sieht, dass unsere Sanierungsmaßnahmen greifen und die Richtung stimmt“ stellten die beiden AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth fest. „Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Die Sanierung von Austrian Airlines ist nicht abgeschlossen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“ Die Restrukturierung werde konsequent fortgesetzt, wobei auch die Systempartner ihren Beitrag zu einem notwendigen nachhaltigen Wachstum erbringen sollen.

Die Zahl der Passagiere stieg 2010 um 9,7% auf 10,9 Millionen. Der bisherige Lufthansa-Passage-Vorstand Thierry Antinori hat seine Tätigkeit bei Austrian Airlines als CEO kurzfristig abgesagt und scheidet aus dem Konzern aus.

 

(Ausgabe 04/2011)