Flughafentour durch Anrainergemeinden

 

FH Tour 1Insgesamt zwei Wochen tourte die Flughafen Wien AG gemeinsam mit dem Dialogforum durch acht Umlandgemeinden mit ihrer Informationstour zur 3. Piste. Der Flughafen Wien hat dabei die Bürger über das Bauprojekt und die Umweltverträglichkeitsprüfung, kurz UVP, zur geplanten 3. Piste informiert. Schwerpunkte der Informationstour lagen auf den Bereichen „Verfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung und Einreichunterlagen“, „technisches Bauprojekt der 3.Piste“ sowie „Lärmschutzprogramm und Umweltcontrolling des Flughafen Wien“.

Fachinformation durch Experten direkt in den Anrainergemeinden Die Veranstaltung machte Station in den Gemeinden Kleinneusiedl, Groß-Enzersdorf, Zwölfaxing, Schwadorf, Rauchenwarth, Enzersdorf, Schwechat und Fischamend. Intensiv wurden Fragen zu den technischen Details gestellt.

Natürlich bildeten die jeweiligen lokalen Auswirkungen der 3.Piste den Schwerpunkt in den Gemeinden. Informationen über den Flächenbedarf der 3.Piste, die künftigen Flugrouten und LärmzoFH Tour 2nen waren besonders gefragt. Viele der Interessenten und Teilnehmer des Lärmschutzprogrammes nutzten die Gelegenheit eines persönlichen Beratungsgesprächs. Die Bürgermeister und das Dialogforum informierten über die Arbeit und Leistungen des Dialogforums und standen für konkrete Anliegen der Anrainer zur Verfügung.

Bis Ende nächster Woche sind im Foyer des Office Parks 1, Sitz der Flughafen Wien AG noch die Schautafeln aufegestellt, wo Sie sich über das Projekt “3. Piste” sehr umfassend informieren können. Für weitere Informationen empfehlen wir den Besuch der Website des Dialogforums www.dialogforum.at

 

 

joechlingerpropertydefaultIng. Franz Jöchlinger FWAG - Umlandkoordinator über das Thema 3. Piste am Flughafen Wien

Der Flughafen Wien AG ist ein gutes Verhältnis mit der Nachbarschaft - und dazu gehört ein offener Dialog - sehr wichtig. Momentan befindet sich das Genehmigungsverfahren für die 3.Piste am Flughafen Wien in der Endphase. Wir erwarten demnächst die öffentliche Auflage der  Prüfungsunterlage der Behörde in den Anrainergemeinden. Im Sinne eines offenen Dialoges haben wir zuvor die BürgerInnen im Umland über alle Details des Projektes umfassend informiert.  Nicht nur das  Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) und die technischen Details zum Bau waren Gegenstand der Info- Veranstaltungen.

Die Anrainer haben auch Antworten auf alle ihre Fragen zum Lärmschutzprogramm, dem aktuellen Fluggeschehen und dem in Zukunft zu erwartenden Flugspuren und der Lärmsituation erhalten. Die Experten der Flughafen Wien AG und die Planer der 3.Piste standen dafür an neun Abenden in den Gemeinden zur Verfügung. Derzeit ist die zuständige Behörde, das Land Niederösterreich, am Zug. Wir haben das Projekt eingereicht,den Bescheid in erster Instanz erwarten wir für Ende 2011, den definitiven Bescheid nach dem Instanzenweg und eineinhalb Jahre danach. Dann sind Detailplanung und Ausschreibung der Arbeiten erforderlich. Der Zeitpunkt eines möglichen Baubeginns hängt dabei aber nicht nur von einem rechtskräftigen Bescheid ab, sondern es muss auch einen entsprechenden Bedarf geben. In der Planung für die 3. Piste sind wir den schon vor Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weitergegangen: Hoher Einsatz für den Umweltschutz und der ernsthafte Dialog mit den Menschen in der Region. So hat von 2000 bis 2005 das umfangreichste in Europa jemals durchgeführte  Mediations- verfahren stattgefunden. Abgeschlossen wurde dieser Prozess mit dem Mediationsvertrag, der Einrichtung des Dialogforums und der Gründung des Umweltfonds. Ein wichtiges Ergebnis des Mediationsverfahrens ist auch das Lärmschutzprogramm. Dieses basiert auf Grenzwerten weit unter den gesetzlich vorgegebenen Werten. Von wesentlicher Bedeutung ist auch die vereinbarte Nachtflugregelung: Hier wurde im Mediationsvertrag u.a. eine schrittweise Halbierung der Nachtflüge von 23.30 bis 5.30 Uhr festgelegt. Der konstruktive Dialog, ein gutes Einvernehmen mit dem Umland trotz potentieller Konflikte, das sind Erfolge auf die alle Beteiligten stolz sein können.

 

(Ausgabe 06/2011)