Luftfahrt National

 

 

InterskyWie die APA meldet, hat die Fluglinie Intersky das vergangene Jahr 2011 nach eigenen Angaben ausgeglichen abgeschlossen, nachdem 2010 ein nicht bezifferter Verlust eingeflogen worden war. Ein konsequentes Sparprogramm sowie eine gute Vorausplanung hätten die Fluglinie wettbewerbsfähig gehalten, teilte Geschäftsführerin Renate Moser in einer Aussendung mit. Bei 189.000 Passagieren (2010 waren es 210.000) habe man eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent auf 26,8 Millionen Euro erzielen können. Die Geschäftsführerin erklärte, der Jahresabschluss sei noch „in vollem Gange“, der Turn-Around müsste aber geschafft sein. Das vergangene Jahr sei eines der schwierigsten seit der Unternehmensgründung gewesen. Neben wirtschaftlichen Faktoren führte Moser auch die neue Wettbewerbssituation auf der Strecke zwischen dem Bodensee und Wien an. Die Intersky hat die Zahl der Flüge auf dieser Route seit Dezember stark eingeschränkt.

Die Zahl der Intersky-Flüge ging gegenüber 2010 um 15,7 Prozent auf 7.390 zurück, jene der Passagiere um zehn Prozent. Das sei darauf zurückzuführen, dass man 2010 zeitweise mit fünf Maschinen geflogen sei. Das Umsatzplus hingegen erwachse aus der stark ausgebauten Geschäftssparte „Charter“ sowie durch einen höheren Anteil an Geschäftskunden, die traditionell flexiblere und damit teurere Tickets buchen, sagte Intersky-Verkaufsleiter Roger Hohl. Seit Dezember 2011 betreibt Intersky nur noch drei Flugzeuge, dennoch hätten die Passagierzahlen nahezu gehalten und der durchschnittliche Umsatz gesteigert werden können. „Das bedeutet, dass die eingeleitete Konsolidierung ein Erfolg ist“, befand Hohl. Mittlerweile über die Bühne ist der von Intersky im vergangenen November angekündigte Verkauf des vierten Flugzeugs, einer Dash 8/300. Die Maschine wird künftig auf den Malediven im Linieneinsatz stehen, erklärte Moser ohne Nennung des erzielten Erlöses. Durch die Veräußerung ergebe sich für zwei Piloten die Möglichkeit, je drei Monate auf den Malediven für den neuen Flugzeug-Betreiber zu fliegen. Die Verkleinerung der Flotte habe keinen Personalabbau nach sich gezogen, so Moser.

Nichts Neues gab es hingegen in Sachen Teilhaber. Intersky strebt eine Partnerschaft an, bis zu 50 Prozent des Unternehmens sind zu haben. Die Verhandlungen mit möglichen Teilhabern nähern sich der finalen Phase, sagte die Geschäftsführerin, einen Abschluss gibt es aber noch nicht zu vermelden. „Wir gehen davon aus, in wenigen Wochen weitere Details bekanntgeben zu dürfen“, gab sich Moser optimistisch.

Quelle : orf vorarlberg

 

(Ausgabe 01/2012)