Die exklusive Möglichkeit, sich an Bord eines Lufthansa A380 umzusehen hatte kürzlich eine Delegation des Österreichischen Luftfahrtverbandes. Und so wurde die Chance genutzt den auf den Namen „Tokio“ getauften Megaairbus gründlich unter die Lupe zu nehmen.

Mittlerweilen befinden sich in der Flotte der Lufthansa bereits 10 Flugzeuge dieses Typs. Sieben weitere sind bestellt. Unter anderem fliegt die Lufthansa von Frankfurt aus mit dem A380 nach Tokio, Singapur, Johannesburg und Miami. Wie man bei der Lufthansa betont, kommt das Flugzeug bei den Passagieren sehr gut an. Eingeführt mit dem A380 wurde bei der Lufthansa eine neue First Class, die exklusivste Möglichkeit zu reisen. Entsprechend komfortabel geht es im vorderen Bereich des Oberdecks zu. Zu den Annehmlichkeiten zählt neben einem mehr als zwei Meter langen Bett auch ein extra großer Sanitärbereich. Um das Reisen so angenehm wie möglich zu gestalten wurde beispielsweise der Boden extra schallgedämmt. Die Luft wird in der First Class auch extra befeuchtet. Im hinteren Bereich des Oberdecks schließt die Business-Klasse an, ebenfalls ausgestattet mit bequemen Schlafsesseln. Mit rund 90 Plätzen ist die Klasse, wie man bei der Lufthansa betont, die größte ihrer Art in einem der neuen Mega-Flugzeuge. Das untere Hauptdeck ist den Passagieren der Economy-Klasse vorbehalten. 400 von ihnen finden in diesem sehr geräumigen Bereich des Flugzeuges Platz. Auch hier ist jeder Sitz mit seinem eigenen Bildschirm mit zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten ausgestattet. Rund 20 Flugbegleiter kümmern sich um das Wohl der Passagiere auf den Langstreckenflügen. Sowohl für Cockpit als auch Kabinencrew stehen eigene Ruhebereiche zur Verfügung.

Technisch spielt das Flugzeug der neuesten Generation alle Finessen. Das Abfluggewicht liegt bei rund 570 Tonnen. Allein 250 Tonnen können an Treibstoff getankt werden. Der Arbeitsplatz der Piloten ist überaus geräumig, der Blick aus dem Cockpitfenster phänomenal. Kameras in der Heckflosse und unter dem Rumpf helfen den Piloten beim navigieren am Boden. Sehr verbunden mit dem Flugzeug fühlen sich die Mitarbeiter der Lufthansa-Technik, die eine reibungslose Integration in die Flotte der deutschen Kranich-Linie ermöglichten. Für die Wartung wurde am Flughafen Frankfurt einer neuer Hangar errichtet, in dem zwei A380 gleichzeitig Platz finden. Derzeit wird an einer Verdoppelung der Hangarfläche gearbeitet, die bis 2015 fertig gestellt werden soll.

Christian Pöchhacker (130512)