Ab 1. Juli 2012 wird der Flugbetrieb einheitlich für die Austrian Airlines-Gruppe bei der Flugbetriebstocher Tyrolean Airways abgewickelt. Wegen des Betriebsübergangs der AUA-Crew zu Tyrolean haben weniger Bordmitarbeiter gekündigt als befürchtet: 121 Piloten und 221 FlugbegleiterInnen verlassen das Unternehmen. Der Betriebsübergang wird 80 bis 90 Millionen Euro kosten. Die Abfertigungen für die ausscheidende Flight Crew betragen einmalig 55 Millionen Euro. “Wir haben ein Maßnahmenpaket zur Restrukturierung im Ausmaß von 263 Millionen Euro beschlossen. Das bedeutet bei einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro eine Kostensenkung zwischen 11 und 15 Prozent. Alleine 45 Millionen kommen aus der Senkung der Personalkosten, 180 Millionen aus anderen strategischen Überlegungen wie etwa der Flottenbereinigung” sagte CEO Jaan Albrecht. Durch den Betriebsübergang soll die Produktivität im Flugbetrieb um 5 Prozent erhöht werden. An der Erstellung eines Konzern-Kollektivvertrages zwischen AUA und Tyrolean wird ab sofort gearbeitet. Die Gewerkschaft hat Klagen wegen des Organisations- und KV-Wechsels angekündigt. Insgesamt beschäftigen Austrian Airlines derzeit in der Gruppe 1.000 Piloten und mehr als 2.000 Flugbegleiter. „Der Flugbetrieb in den Sommermonaten wird wie geplant eingehalten“, so die beiden AUA-Chefs Jaan Albrecht und Karsten Benz. Derzeit würden mehrere Dutzend Tyrolean-Kapitäne auf AUA-Maschinen umgeschult. Auch Lufthansa und Swiss stehen mit Flugzeugkapazitäten der Lufthansa-Tochter zur Verfügung – erst unlängst landete ein Jumbo der Lufthansa in Wien, um einen Ausfall auszugleichen.Ab September werden die 140 Millionen Euro Kapitalzuschuss der Lufthansa abberufen; damit wird die Lngstreckenkabine mit neuen Sitzen ausgestattet und der Austausch von Boeing B 737- auf Airbus A 320-Flugzeuge vorgenommen; die ersten zwei neuen A 320 werden ab Winterflugplan eingesetzt.