Die Lufthansa Low-Cost-Tochter Germanwings geht Anfang Juli mit neuem Tarifkonzept auf den Markt. Passagiere können künftig Service in drei Klassen buchen – das Konzept ist Teil der neuen Strategie, alle Verbindungen, die nicht über die Drehkreuze Frankfurt oder München führen, durch die Billigtochter Germanwings bedienen zu lassen.

36 Lufthansa-Maschinen des Typs Airbus A 319 wechseln zusammen mit rund 1.000 Mitarbeitern zur Kölner Low-Cost-Airline – aus Kostengründen, wie LH-Vorstandsmitglied Carsten Spohr einräumte – da auf den Nebenstrecken bislang jährlich dreistellige Millionenbeträge Verluste einflogen wurden.

Gemäß dem neuen Tarifkonzept werden künftig drei Buchungsklassen angeboten:

  • Best (zwischen 199 und 399 Euro) soll Passagiere ansprechen, die sich normalerweise in der Business Class der Lufthansa einbuchen- der Komfort inkludiert Priority-Check-in und -Boarding, Lounge-Zugang, Bordverpflegung, Freigepäck, ein reserviertes Hand- gepäckfach plus einen geblockten Nachbarsitz. Außerdem nimmt man in den vorderen drei Reihen Platz – mit dem laut Airline größten Sitzabstand der Branche in Europa (32 Inches/81,3 cm).
  • Smart (ab Euro 53 - 20 bis 30 Euro Aufpreis zur Billigklasse Basic) entspricht der klassischen Economy Class: Es gibt kostenlose Snacks und Getränke, Freigepäck bis 23 Kilo sowie den gleichen Sitzabstand wie in der Best-Klasse.
  • Basic bietet den „nackten“ Flug, dafür bereits ab 33 Euro. Alle Extras (Gepäck, Snacks etc.) müssen dazu gebucht werden.

Ab Juli wird Germanwings von Österreich für Lufthansa die Strecken nach Stuttgart, Hamburg und ab Ende Oktober auch nach Berlin, Köln und Hannover bedienen.