Erstellt am 24. Februar 2014

„Wir brauchen schnelle Entscheidungen und konkrete Projekte von Bund und Ländern, um den Luftverkehr bestmöglich für aktuelle und künftige Herausforderungen zu wappnen“, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch vor kurzem in Frankfurt in einer Pressekonferenz. Die deutsche Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, gemeinsam mit den Ländern ein Luftverkehrskonzept für Deutschland zu erarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Luftverkehrs zu stärken. „Ein nationales Luftverkehrskonzept muss klare und verbindliche Aussagen zur Wettbewerbsfähigkeit, zur Infrastrukturentwicklung und zu Umwelt- und Lärmschutz enthalten“, so Siegloch.

Gemeinsam mit Dr. Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG und Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG, hat Siegloch in Frankfurt die BDL-Vorschläge für ein nationales Luftverkehrskonzept vorgestellt. Die Vorschläge und Maßnahmen sehen unter anderem vor: eine regelmäßige Marktentwicklungsanalyse und Analyse der Wettbewerbsbedingungen, ein Standortkonzept mit einer Festschreibung des Bedarfs an Nachtflügen, Vorschläge zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung bei Flugverfahren, sowie Vorschläge zur Effizienzerhöhung der Sicherheitskontrollen.

„Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht einen leistungsfähigen Luftverkehr und das erreichen wir nur, wenn einseitige Belastungen abgebaut werden,“ so Dr. Christoph Franz. „Besonders wichtig ist, dass offensichtlich unfaire Wettbewerbsbedingungen beseitigt werden. Das betrifft vor allem die Luftverkehrsteuer, aber auch den EU-Alleingang beim Emissionshandel.“

„Ein Luftverkehrskonzept für Deutschland sollte auch eine verlässliche Lärmschutzstrategie beinhalten.“, so Dr. Stefan Schulte. „Hinzu kommt die Flottenmodernisierung der Airlines, die eine der größten Investitionen der jüngsten Wirtschaftsgeschichte ist .“