Stefan Pichler neuer CEO Österreicher Wolfgang Prock-Schauer bleibt aber im Management

Der Klosterneuburger Wolfgang Prock-Schauer (58) ist auf eigenen Wunsch als Air Berlin-Vorstandschef nach zwei Jahren überraschend zurück getreten.Mit 1. Februar übergibt er die Position an den deutschen Airline- Manager Stefan Pichler (57), der die nachhaltige und langfristige Rentabilität für Air Berlin realisieren soll. Pichler war in der deutschen Reisebranche tätig, arbeitete bei Lufthansa, Thomas Cook, später bei Fluglinien in Australien, im Mittleren Osten und zuletzt auf den Fidschi-Inseln.

Prock-Schauer bleibt aber bei Air Berlin weiter im Vorstand und wird als Chief Strategy & Planning Officer, seine frühere Funktion, wieder aufnehmen. Im Frühjahr hatte er eingestanden, dass die Sparmaßnahmen nicht ausreichend waren. Die Air Berlin-Gruppe ist wegen ihrer übereilten Expansion tief in die Verluste geschlittert und schrieb in den vergangenen 5 Jahren nur einmal schwarze Zahlen. Etihad kaufte sich 2011 mit knapp 30 Prozent ein. Ende Oktober musste Air Berlin eine weitere Anleihe bedienen. In den vergangenen Monaten strich das Unternehmen 900 Stellen, Ende Oktober kündigte es den Wegfall von weiteren 200 Jobs an. Die Flotte und das Flugangebot wurden in den vergangenen Jahren zusammengestrichen.