Erstellt am 30. Januar 2015

Der Launching Carrier Qatar Airways übernahm in Toulouse einen A350 XWB (Extra Wide Body). Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach von einem "historischen Tag" für das Unternehmen, denn der Konzern liefere nicht jedes Jahr einen neuen Flugzeugtyp aus. Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker nannte es einen stolzen Augenblick, "dieses Flugzeug der neuesten Generation in unserer schnell wachsenden Flotte willkommen zu heißen".

Den ersten kommerziellen Flug hat der A350 am 15. Januar von Doha nach Frankfurt absolviert. Der A350 zeichnet sich durch die fortschrittlichsten Technologien und neuesten Entwicklungen in der Aerodynamik, leichtgewichtige Materialien und Flugzeugsysteme aus. Angetrieben mit ultra-treibstoffeffizienten und sehr leisen Triebwerken soll er Treibstoff sparen und somit umwelt-freundlicher unterwegs sein. Der XWB hat Flugzeugrumpf und Flügel aus Carbonfaserstoffen und setzt neue Standards beim Passagierkomfort, der operationellen Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Entsprechend groß sind die Erfolgserwartungen von Airbus an das neue Großraumflugzeug. In der A350-900 genannten Standardversion können bis zu 315 Passagiere über eine Distanz von 14.500 Kilometern reisen. Von den komplett neu entwickelten zweistrahligen Maschinen wie dem A350 und dem "Dreamliner" versprechen sich Airbus und US-Rivale Boeing deutliche Treibstoff-Einsparungen von bis zu 25 Prozent. Entsprechend soll auch der Schadstoffausstoß sinken. Airbus will mit dem zweistrahligen Jet dem US-Rivalen Boeing bei dessen Typen "Dreamliner" 787 und 777 Konkurrenz machen. Die Entwicklung des neuen Flugzeugs hat Airbus rund 15 Milliarden Dollar gekostet. Bisher liegen Airbus Bestellungen für 778 Exemplare des Flugzeugs von 41 Luftverkehrs-Kunden vor. Die Basisversion  A350-900 steht mit 295,5 Millionen Dollar pro Maschine in der Preisliste. 

Geplant ist auch eine Langversion für 369 Passagiere (A350-1000), deren Erstauslieferung für das Jahr 2017 angesetzt ist. Die eigentlich ebenfalls geplante Kurzversion A350-800 soll allerdings der modernisierten Neuauflage des Langstreckenjets A330 zum Opfer fallen. Mit sparsameren Triebwerken und weiteren Verbesserungen wird der 20 Jahre

 

alte Flugzeugtyp unter dem Namen A330neo aufpoliert.